Wunderreiniger aus dem Lebensmittelregal: Essig

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Unangenehme Gerüche in Kleidung und anderen Textilien bekämpft und neutralisiert Essig in der Waschmaschine und bei der Handwäsche gleichermaßen. Es empfiehlt sich bei all diesen Maßnahmen vor allem Apfelessig einzusetzen, der selbst geruchsneutral ist und auch unverdünnt nicht allzu beißend und aggresiv gegen die Haut wirkt. Die folgenden acht Haushaltstipps können dabei nur Inspiration und Anregung sein, denn natürlich kann Essig noch viel mehr. Am besten einfach mal ausprobieren!

Gerüche in der Wäsche neutralisieren

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Gegen Geruchsrückstände in der Wäsche (etwa in Kunststoff und Funktionsphasern) geben viele Leute unnötig viel Weichspüler in die Waschmaschine. Dabei kann man den auch ganz einfach weglassen und stattdessen ein wenig Apfelessig mit in die Trommel geben. Das bedeutet weniger Chemie im Abwasser und schützt zusätzlich noch die Waschmaschine vor Verkalkung.

Klebereste entfernen

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Auch Klebereste, wie man sie mitunter von Preisaufklebern kennt, lassen sich ausgezeichnet mit Apfelessig bekämpfen. Dabei solltest du darauf achten, dass du den Essig vor der Nutzung ein wenig anwärmst. Danach reicht eine kleine Menge, die du auf ein Tuch oder einen Schwamm gibst, um den Kleberückständen zu Leibe zu rücken.

Kalkrückstände bekämpfen

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Nicht nur in der Waschmaschine, auch an anderen Stellen im Haushalt, hilft Essig gegen Verkalkung. Etwa im Badezimmer oder der Küche. Dazu einfach den Essig (verdünnt oder rein) auf ein Tuch geben und kräftig in die Ablagerungen einreiben. Nach der Verwendung und kurzer Einwirkzeit am besten noch mit etwas Wasser auswaschen.

Brausekopf entkalken

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Beim Entkalken des Duschkopfs ist es wichtig, darauf zu achten, woraus dieser besteht. Es gibt Brausen aus Metall und solche aus Kunststoff. Metall-Duschköpfe kannst du einfach in einem Apfelessig-Wasser-Gemisch (ein Teil Essig, vier Teile Wasser) auf dem Herd zum Kochen bringen. Nach etwa einer Viertelstunde sollten sich so alle Kalkablagerungen gelöst haben.

Achtung! Kunststoffduschköpfe anders behandeln.

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Einen Kunststoff-Duschkopf solltest du dagegen nicht "kochen". Das Plastik kann sich in der Hitze verziehen oder sogar schmelzen. Stattdessen gibst du in diesem Fall Apfelessig und heißes Wasser im Verhältnis 1:1 in einen Eimer und lässt den Duschkopf darin für etwa eine Stunde liegen. Am Ende noch mit klarem Wasser ausspülen.

Babykleidung und Stoffwindeln

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Wie auch bei Sportbekleidung gilt für Babykleidungund Stoffwindeln: Allzuleicht stinken sie zum Himmel. Auch hier wirkt Apfelessig gegen den Geruch. Gerade beim Waschen von Stoffwindeln solltest du damit nicht zu sparsam umgehen. Bei Handwäsche solltest du hier allerdings besonders auf das nachträgliche Ausspülen achten. Apfelessig kann die Haut von Kleinkindern leicht reizen.

Weichspüler für Woll- und Baumwollkleidung

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Insbesondere beim Waschen von Woll- und Baumwollkleidung kann Apfelessig als Weichspüler eingesetzt werden. In die Waschmaschine oder Handwaschlauge gegeben, macht er die Fasern wieder fast so weich wie am ersten Tag. Eine geringe Menge reicht dabei bereits aus, denn Apfelessig ist in dieser Hinsicht sehr ergiebig und auch dadruch umweltschonend.

Fenster putzen

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Auch beim Fensterputzen lässt sich Apfelessig einsetzen. Im Verhältnis 1:3 mit Wasser gemischt und aufs Fenster gesprüht, nimmt Essig nicht nur Kalkrückstände auf sondern wirkt auch gegen Fett und Straßendreck. Nachdem du die Mischung verteilt hast, solltest du das Fenster möglichst rasch trocken wischen, um Streifenbildung zu vermeiden.

Extra-Tipp: Zeitungspapier

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Zum trocken wischen eignet sich Zeitungspapier besonders gut, weil es sehr saugfähig ist. Das Papier von Zeitschriften und Magazinen dagegen ist ungeeignet, weil es mit Lackfarben beschichtet ist und dadurch Wasser so gut wie gar nicht aufnehmen kann. So genutzte Zeitungen gehören allerdings nicht mehr in den Papier- sondern den Restmüll.

Wasserkocher entkalken

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Auch zum Entkalken von Wasserkochern ist Apfelessig geeignet. Hier eignet sich, wie beim Metall-Duschkopf, ein Essig-Wasser-Mischverhältnis 1:4. Diese Mischung einfach einmal aufkochen und danach wegschütten. Ganz wichtig: Danach den Wasserkocher noch einmal mit einer vollen Ladung sauberem Wasser durchkochen, um die Essigrückstände später nicht im Tee zu haben.